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19.03.2018 | Ampelmännchen

Mit Marx gehen und stehen

OB Wolfram Leibe, Baudezernent Andreas Ludwig und Zeichner Johannes Kolz freuen sich über den gelungenen Start der neuen Ampelmännchen am Simeonstiftplatz.
OB Wolfram Leibe, Baudezernent Andreas Ludwig und Zeichner Johannes Kolz (v. r.) freuen sich über den gelungenen Start der neuen Ampelmännchen am Simeonstiftplatz, während Marx selbst (als Wachsfigur) noch etwas skeptisch dreinblickt.

Die viel diskutierte Statue aus China wird zwar erst in gut einem Monat aufgestellt, doch Geburtstagskind Karl Marx ist schon jetzt im Trierer Stadtbild präsent: Als Ampelmännchen leuchtet der berühmte Sozialphilosoph seit neuestem nicht nur im klassischen revolutionären Rot, sondern auch in Grün. „Das ist ein schönes Symbol und Trier zeigt damit Flagge für Marx", sagte Oberbürgermeister Wolfram Leibe, der am Montag die erste Anlage am Simeonstiftplatz in Betrieb nahm. Nicht weit entfernt befindet sich der künftige Standort der Marx-Statue. Eine weitere Marx-Ampel soll noch vor Ostern an der Kreuzung Stresemann- und Brückenstraße, also in direkter Nähe des Karl-Marx-Hauses, installiert werden.

Mit weit ausgebreiteten Armen gibt der rot eingefärbte Marx den Fußgängern ein unmissverständliches Stop-Signal. Beim Umschalten auf Grün setzt sich Marx – wallender Bart, Gehrock und ein Buch unter dem Arm – mit ausgreifendem Schritt in Bewegung. Cartoonist Johannes Kolz hat die Figuren im Auftrag des städtischen Amts für Presse und Kommunikation gestaltet: „Die Idee war, das ganze Thema Marx mal mit einem Augenzwinkern anzugehen. Für mich war es eine neue Herausforderung, die Figur mit den technischen Parametern einer Ampelschablone in Einklang zu bringen."

Kolz‘ Marx-Zeichnung wurde per Laser in die Kunststoffschablonen gefräst. „Nur mit LED-Technik ließ sich ein Effekt erzielen, bei dem die Konturen des neuen Ampelmännchens gut zu erkennen sind", erklärt Tiefbauamtsleiter Wolfgang van Bellen. Da traf es sich gut, dass in Trier derzeit im Rahmen eines Förderprogramms ohnehin 13 Lichtsignalanlagen, so der technisch korrekte Begriff, auf LED umgestellt werden. Rein rechtlich ist der rot-grüne Marx kein Problem: In der Straßenverkehrsordnung ist lediglich eine „eindeutige Darstellung des Gehens und Haltens" gefordert. In Mainz gibt es bereits seit November 2016 Mainzelmännchen als Ampelfiguren.

 
Bildergalerie
  • OB Wolfram Leibe gibt grünes Licht für das Marx-Ampelmännchen.
  • Stop: Karl Marx als rotes Ampelmännchen
  • Go: Karl Marx als grünes Ampelmännchen
  • OB Wolfram Leibe, Karl Marx (als Wachsfigur) und Baudezernent Andreas Ludwig warten am Simeonstiftplatz, Ecke Kutzbachstraße, auf das neu gestaltete Grünsignal.

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