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Konversion Jägerkaserne

Ein Wohngebiet für viele Ansprüche

Perspektive des siegreichen Wettbewerbsentwurfs
Perspektive des siegreichen Wettbewerbsentwurfs

Schon Treverer, Römer und auch Kurfürst Balduin nutzten die heilenden Kräfte des Heideborns am Hang des Markusberges. Die bevorzugte Lage führte zur Anlage einer umfangreichen Römischen Tempelanlage mit Theater und Versammlungsstätten. Die Reste des Lenus-Mars-Tempels sind noch unmittelbar oberhalb der Jägerkaserne zu sehen. Mit der Aufgabe der militärischen Nutzung der ehemaligen Jägerkaserne stehen hier wieder Flächen für öffentliche Nutzungen zur Verfügung. Wegen der hohen Nachfrage ist es Ziel, das Gelände vorrangig als Wohngebiet zu entwickeln. Daneben sollen hier umfangreiche Grünanlagen entstehen, die ein wichtiges Bindeglied mit den umliegenden Wohnquartieren aber auch mit dem gesamten Stadtteil zwischen Moselufer und Markusberg darstellen.

Wettbewerbsverfahren zur Zukunft der Jägerkaserne

Die Konversion der ehemaligen Jägerkaserne ist Teil des Stadtumbaus Trier-West. Die für die Maßnahmen grundlegenden Untersuchungen zum Masterplan und zum integrierten Handlungskonzept schlagen für die künftige Wohnnutzung eine Mischung aus sozial gefördertem und frei finanziertem Wohnraum vor.

Für den gemeinsam von der Stadt Trier und den Stadtwerken Trier ausgelobten städtebaulich-freiraumplanerischen Wettbewerb zur Umnutzung der ehemaligen Jägerkaserne und des Geländes des Busdepots der Stadtwerke Trier hat das Preisgericht am 27. April 2016 aus 15 eingereichten Beiträgen folgende Arbeiten prämiert:

1. Preis (Tarnzahl 1008)
Stadtplanung: Machleidt, Berlin (DE)
Landschaftsarchitektur: sinai Gesellschaft von Landschaftsarchitekten, Berlin (DE)
Architektur: winkelmüller.architekten, Berlin (DE)
Dokumentation

2. Preis (Tarnzahl 1005)
Stadtplanung: Thomas Schüler Architekten Stadtplaner, Düsseldorf (DE)
Landschaftsarchitektur: Faktorgrün Freie Landschaftsarchitekten, Freiburg (DE)
Dokumentation

3. Preis (Tarnzahl 1001)
Stadtplanung: Architects Collective, Wien (AT)
Landschaftsarchitektur: ARGE Weidlfein / Ingenieurbüro für Landschaftsplanung und Landschaftspflege, Wien (AT)
Dokumentation

Anerkennung (Tarnzahl 1003)
Stadtplanung: Christian Bauer & Asscocies, Luxembourg (LUX)
Stadtplanung: MEURER Architekten Stadtplaner Ingenieure, Frankfurt am Main (DE)
Landschaftsarchitektur: BGHplan Umweltplanung und Landschaftsarchitektur, Trier (DE)
Dokumentation

Anerkennung (Tarnzahl 1009)
Stadtplanung: kleyer.koblitz.letzel.freivogel gesellschaft von architekten, Berlin (DE)
Landschaftsarchitektur: HAHN HERTLING VON HANTELMANN Landschaftsarchitekten, Berlin (DE)
Dokumentation

Einen Überblick über das gesamte Verfahren und alle Wettbewerbsbeiträge gibt die Wettbewerbsdokumentation.

Rückblick

Alle Wettbewerbsarbeiten wurden im Mai 2016 in der Jägerkaserne öffentlich ausgestellt. Die Preisverleihung fand am 19. Mai 2016 im Rahmen der Ausstellung statt. Der Wettbewerb Jägerkaserne war zudem ein Schwerpunktthema am Tag der Städtebauförderung am 21. Mai 2016.

Ein Jahr zuvor fand im Rahmen des Tages der Städtebauförderung 2015 bereits ein offener Planungsworkshop für interessierte Bürger statt. Diskutiert wurden Anforderungen und Ideen für die künftige Wohnbebauung sowie für die Freiflächen des künftigen Grünzugs auf dem Areal und darüber hinaus. Die Ergebnisse des Workshops sind in die Vorbereitung des Wettbewerbs eingeflossen.

Mit dem Thema Wohnen hat sich außerdem die Auftaktveranstaltung „Wohnen vielfältig und bezahlbar“ zum Tag der Städtebauförderung am 7. Mai 2015 auseinandergesetzt. In den Impulsreferaten von Norbert Post (Norbert Post · Hartmut Welters, Architekten & Stadtplaner GmbH) und Thomas Hummelsbeck (Rheinwohnungsbau) wurden Best-Practice-Beispiele aus Dortmund und Düsseldorf vorgestellt, die Ideen und Ansätze für die Entwicklung von Wohnraum aufzeigten. Die Präsentationen zu den Projekten finden sie hier: Wir wohnen anders in Dortmund, Solar- und Klimaschutzsiedlung Düsseldorf-Garath.