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Einzelhandelskonzept Trier 2025+

Foto: Hochbetrieb in der Simeonstraße
Vor allem samstags herrscht traditionell Hochbetrieb in der Fußgängerzone, darunter in der Simeonstraße. Die Stärkung dieses Standorts ist zentrales Anliegen des Einzelhandelskonzepts 2025+.

Mit einem Jahresumsatz von knapp 1,1 Milliarden Euro und einer Verkaufsfläche von rund 360.000 Quadratmetern ist der Einzelhandel ein unverzichtbarer Motor der Trierer Wirtschaft. Zur Stärkung des Standorts setzt die Stadt auf neue Sortimente und eine Verbesserung der Aufenthalts- und Servicequalität in der Innenstadt. Dazu hat der Stadtrat im März 2015 als Fortschreibung das Einzelhandelskonzept Trier 2025+ beschlossen.

Einmalig hohe Zentralität

Das gut 300 Seiten starke Papier nimmt in vielen Einzelanalysen eine Bestandsaufnahme vor und geht der Frage nach, wie die Weichen zur Bewältigung der Zukunftsherausforderungen gemeistert werden können. Nach Ansicht von Michael Karutz, der als externer Berater am Einzelhandelskonzept mitgewirkt hat, sollte Trier die Angebotsqualität weiter verbessern. Zwar kann die Stadt nach wie vor auf eine einmalig hohe Einzelhandelszentralität verweisen: Die Hälfte ihrer Erlöse erzielen die Trierer Geschäftsleute durch den Kaufkraftzufluss aus dem Umland, wobei Luxemburg eine herausragende Rolle spielt. Dabei besteht jedoch immer die Möglichkeit, dass durch neue attraktive Angebote im Großherzogtum Kaufkraft aus Trier wieder abgezogen wird.

Weiterentwicklung der City

Eines der wichtigsten Ziele der Fortschreibung des Einzelhandelskonzepts, die federführend von Dr. Johannes Weinand, Leiter des Amts für Stadtentwicklung und Statistik, erarbeitet wurde, ist deshalb die vielfältige Weiterentwicklung des Geschäftszentrums in der City. Eine Empfehlung von Weinand und Karutz lautet, den Trierer Branchenmix besser auszutarieren: Während in Segmenten wie Bekleidung, Schuhe und Elektronik eine Marktsättigung erreicht sei, bestehe in puncto Möbel und Sport Nachholbedarf. Die Stadt will ihren Beitrag leisten und die Aufenthaltsqualität in der Fußgängerzone anhand der Werbesatzung, des Lichtmasterplans und der Sondernutzungssatzung verbessern.

Nahversorgung in den Stadtteilen

Das Einzelhandelskonzept nimmt aber auch die Stadtteile in den Blick mit dem Ziel, die Nahversorgung mit Gütern des täglichen Bedarfs für alle Einwohner sicherzustellen. Dazu ist ein abgestuftes Zentrenkonzept vorgesehen, mit dem je nach Standort die maximal zulässige Fläche und das Sortiment gesteuert wird. Wichtig ist dabei, dass in den Außenbezirken eine großflächige Konkurrenz zum typischen Warenangebot in der City ausgeschlossen wird. Die rechtsverbindliche Umsetzung dieser Vorgaben erfolgt in den Bebauungsplänen.

Breite Abstimmung

Vor dem Beschluss im Stadtrat wurde die Fortschreibung des Einzelhandelskonzepts mit den Ortsbeiräten, der Planungsgemeinschaft Region Trier, den Nachbarstädten und im „Runden Tisch Einzelhandel“ mit Vertretern der Hwk, IHK, City-Initiative und des Einzelhandelsverbands abgestimmt.

 
Zuständiges Amt