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12.01.2017 | ÖPNV

Stadtwerke testen Elektrobusse

OB Wolfram Leibe und SWT-Vorstand Dr. Olaf Hornfeck (v. r.) begtuachten einen der Testbusse.
Sprit aus der Steckdose: OB Wolfram Leibe und SWT-Vorstand Dr. Olaf Hornfeck (v. r.) begtuachten vor Ort einen der Testbusse. Foto: SWT
Im Rahmen des Projekts „Elektromobiler ÖPNV im ländlichen Raum bei topographisch anspruchsvollen Linienverläufen“ möchten die Stadtwerke Trier drei Elektrobusse in die ÖPNV-Flotte integrieren. Das Projekt wird vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) mit insgesamt rund 407.000 Euro gefördert. Im Rahmen der EU-Ausschreibung haben fünf qualifizierte Firmen – darunter auch einige Anbieter aus dem Ausland - ein Angebot zur Lieferung der Busse abgegeben.

„Das große europaweite Interesse der Hersteller an unserem Projekt zeigt, dass wir in Sachen elektromobiler ÖPNV zu den Vorreitern gehören“, sagt Oberbürgermeister Wolfram Leibe.  Die angebotenen Busse werden von einer SWT-internen Fachjury anhand einer vorab bekanntgemachten Matrix bewertet. „Neben dem Preis berücksichtigen wir weitere Faktoren, wie beispielsweise die Umsetzung von Umweltanforderungen, den Wirkungsgrad des Antriebs, Batterieauslegung oder auch die garantierte Verfügbarkeit von Ersatzeilen, bevor wir den Auftrag vergeben“, erläutert Jan Liebhäuser, Abteilungsleiter Technik im Mobilitätsbereich der Stadtwerke.

Um die Fahrzeugqualität auch in der Praxis beurteilen zu können, wurden im Dezember 2016 drei Busse der Hersteller Solaris, Sileo und VDL jeweils eine Woche lang in der Gottbillstraße kritisch unter die Lupe genommen. Zwei weitere Busse der Hersteller ebe Europa und Ebusco sollen im Januar folgen: „Von Probefahrten auf unserem Betriebshof und im Stadtgebiet, bei denen Mitarbeiter der Verwaltung die Rolle der Fahrgäste übernommen haben, bis hin zum Prüfstand in der Werkstatt, wo beispielsweise Schweißnähte, Schraubverbindungen oder Kabelführungen begutachtet wurden, haben wir die Busse ausgiebig getestet und anhand der vorab festgelegten Kriterien bewertet“, so Liebhäuser weiter. Aufgrund zulassungsrechtlicher Gründe konnten die Busse nicht im Linienbetrieb getestet werden.

Die Bewertung der Fahrzeuge und die Auswertung der Angebote – diese Unterlagen nehmen in etwa sechs Aktenordnern in Anspruch - soll im Januar abgeschlossen werden, mit dem Ziel, den Auftrag im Februar zu vergeben. „Unser Wunsch ist, dass die Fahrzeuge noch im Jahr 2017 den Liniendienst in Trier aufnehmen. Dabei sind wir natürlich von den Lieferzeiten der Bushersteller abhängig“, erklärt Liebhäuser abschließend.