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29.11.2016 | Strassenbau

Ortsumfahrung Ehrang mit neuer Kyllbrücke freigegeben

Übergabe der Plakette zur Verkehrsfreigabe auf der neuen Kyllbrücke
Eine Plakette erinnert künftig an die Freigabe des Verkehrs auf der neuen Kyllbrücke durch Oberbürgermeister Wolfram Leibe (5. v. r.) und den rheinland-pfälzischen Verkehrsminister Volker Wissing (4. v. l.). Nach zweieinhalb Jahren ist damit die Ortsumfahrung Ehrang komplett.
Nach gut zweieinhalb Jahren Bauzeit ist die Ortsumfahrung Ehrang freigegeben: Seit Freitag rollt der Verkehr zwischen Kordel und Trier über die fertiggestellte Trasse der B 422 auf dem ehemaligen Mühlengelände, durch den Kreisel an der Einmündung Kyllstraße und über die neue Kyllbrücke. Am Montag informierten sich der rheinland-pfälzische Verkehrsminister Volker Wissing und OB Wolfram Leibe vor Ort über den Abschluss des Großprojekts.

Bei den Baukosten für die Brücke ergab sich in der Endabrechnung eine Steigerung von 900.000 Euro gegenüber den im Baubeschluss veranschlagten 1,4 Millionen Euro. Nach der Auftragsvergabe hatte sich gezeigt, dass die Aussteifung der Brücke während der Bauphase in der statischen Vorprüfung nicht ausreichend berücksichtigt worden war.

Die neue Kyllbrücke ist ein Verbundbauwerk aus fünf Stahlträgern mit einer Betondecke. Solange der aufgebrachte Beton noch nicht ausgehärtet ist, tragen die Stahlträger die gesamte Last. Für diese Phase mussten zwischenzeitlich Querversteifungen eingebaut werden, die für einen Großteil der Zusatzkosten sorgten. „Diese Leistungen waren für den Brückenbau aber unabweisbar notwendig“, betont Baudezernent Andreas Ludwig. Am 7. Dezember wird die Kostenerhöhung im Bauausschuss behandelt, wobei Ludwig davon ausgeht, dass die Landesregierung als Zuschussgeber sich mit 65 Prozent beteiligt.

Die gute Nachricht ist, dass die Stadt beim Straßenbau eine Million Euro gespart hat, weil man die Böschung zum Mühlengraben durch den Einbau von Kunststoffgittern stabilisieren konnte. Zunächst war der Bau einer massiven Stützwand geplant. Somit konnte der Gesamtkostenrahmen für beide Projekte von rund 8,8 Millionen Euro eingehalten werden.