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16.10.2017 | Verkehr

Innerstädtische Geschwindigkeitskontrollen: Zahl der Unfälle geht zurück

Mobiles Blitzgerät an der Zurmaiener Straße
Mit zwei mobilen Blitzgeräten sind Bedienstete des Ordungsamts seit Januar 2016 Temposündern auf der Spur.
(mic) Die Zahl der Unfälle in Trier, bei denen Autofahrer zu schnell unterwegs waren, ist seit der Einführung der kommunalen Geschwindigkeitsüberwachung in Trier deutlich rückläufig. Das zeigt eine nun vorliegende Auswertung der Unfallzahlen der Polizeiinspektion Trier.

Demnach lag die Zahl der Unfälle innerorts in der Stadt Trier (ohne die durch die PI Schweich betreuten Stadtteile Quint, Ehrang, Biewer, Pfalzel, Ruwer und Eitelsbach) zwischen 2012 und 2015 immer zwischen 200 und rund 220 Unfällen. Unfallursache war dabei in jeweils 60 bis 80 Fällen laut Zahlen der Polizeiinspektion Trier eine nicht der Verkehrssituation angepasste Geschwindigkeit. Die Verkehrsteilnehmer waren also schneller unterwegs als in der konkreten Situation (zum Beispiel bei Regen, Glätte oder Dunkelheit) erlaubt. Nach der Einführung der kommunalen Geschwindigkeitsüberwachung durch das Ordnungsamt der Stadt Trier im Jahr 2016 ging die Zahl der Unfälle innerorts auf 146 zurück. In nur noch 43 Fällen waren die Autofahrer zu schnell für die konkrete Verkehrssituation unterwegs.

Thomas Schmitt, Dezernent für Sicherheit und Ordnung, wertet die Zahlen als gutes Zeichen: „Es stimmt mich sehr positiv, dass die Kommunale Geschwindigkeitsüberwachung neben einem angepassten Fahrverhalten wohl auch dazu beiträgt, die Sicherheit im Straßenverkehr der Stadt Trier zu erhöhen.“

Auch die bisher vorliegenden Zahlen für 2017 scheinen den Trend zu bestätigen (siehe Tabelle).

 Kalenderjahr  Unfälle in der Stadt Trier (innerorts, ohne Quint, Ehrang, Biewer, Pfalzel, Ruwer und Eitelsbach)  davon nicht auf die Verkehrssituation angepasste Geschwindigkeit
 2012  223  86
 2013  206  61
 2014  226  70
 2015  201  83
 2016  146  43
 2017
(Daten bis 06.09.2017)
 108  42

Insgesamt hatte das Ordnungsamt 2016 in 2115 Mess-Stunden rund 823.000 Fahrzeuge kontrolliert. Dabei hatte sich gezeigt, dass etwa zehn Prozent der Autofahrer zu schnell unterwegs waren: 81.300 Verstöße gegen das Tempolimit wurden im ersten Jahr der Kontrollen protokolliert. In 4100 Fällen lag die Geschwindigkeit mehr als 20 Stundenkilometer über dem Limit. 570 Verkehrsteilnehmer waren sogar 30 oder mehr Kilometer pro Stunde zu schnell unterwegs. Bei der großen Mehrheit der registrierten Verstöße waren aber lediglich Verwarnungsgelder fällig, die sich wie folgt verteilten:

15 Euro (bis 10 km/h zu schnell): 49.400 Fälle
25 Euro (bis 15 km/h): 20.300 Fälle
35 Euro (bis 20 km/h): 7500 Fälle.