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Klimaschutzprojekte der Stadt Trier

Im Rahmen der Klimaschutzinitiative der Bundesregierung sollen die Treibhausgasemissionen bis zum Jahr 2020 um bis zu 40% gesenkt werden. Ziel dieser zukunftsweisenden Initiative ist es, die Schadstoffemissionen in Deutschland unter das Niveau von 1990 abzusenken.

Aus diesem Grund hat die Bundesregierung ein Förderprogramm zur Umsetzung von Klimaschutzprojekten wie zum Beispiel dem Austausch veralteter Beleuchtungssysteme durch modernste LED-Technologie aufgelegt. Die Projekte werden vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit mit dem Forschungszentrum Jülich GmbH als Projektträger gefördert. Förderfähig ist der Einbau hocheffizienter LED-Beleuchtungs-, Steuer- und Regelungstechnik bei der Sanierung der Innen- und Hallenbeleuchtung mit einem CO2-Minderungspotenzial von 50 Prozent. Die Förderhöhe für Projektgenehmigungen der Jahre 2014 und 2015 betrug 30 Prozent.

Die Zuschüsse können von Kommunen und Landkreise beantragt werden. Die Stadt Trier hat daher ein Umrüstungskonzept für die Sanierung der veralteten Beleuchtung in den städtischen Gebäuden und Sporthallen erarbeitet.

Aktuelle Projekte

2015 wurden das Museum Simeonstift, das Friedrich-Wilhelm Gymnasium und die Grundschule Reichertsberg für die Beleuchtungssanierung angemeldet. Alle drei angemeldeten Projekte sind positiv beschieden worden, jedoch kam die Maßnahme Reichertsberg nicht zum Tragen, da zwischenzeitlich die Schließung der Grundschule innerhalb der nächsten fünf Jahre beschlossen wurde. Aufgrund dessen ist die Wirtschaftlichkeit des Projektes nicht mehr gegeben.

Stadtmuseum Simeonstift

Der Austausch der Beleuchtung im Museum Simeonstift ist seit April 2016 abgeschlossen, so dass rechtzeitig zum Beginn der Nero-Ausstellung die Räumlichkeiten mit modernster LED-Technologie ausgeleuchtet wurden. Die Sanierung der Beleuchtung im Museum Simeonstift erreicht Einsparungen von 73 Prozent an CO2-Emissionen. Daraus ergibt sich eine Fördermitteleffizienz hinsichtlich der Emissionsreduzierung von 73 Euro pro Tonne. Die Umsetzung der Maßnahme erfolgte in Zusammenarbeit mit dem Ingenieurbüro für Lichtdesign und Bühnenbild Schneider aus Dudeldorf. Dieses Projekt stellte aufgrund der neuen Beleuchtung der Ausstellungsbereiche besonders hohe Anforderungen an die Lichtqualität, aber auch an die Flexibilität der Beleuchtung in vielfältigen Situationen.

Friedrich-Wilhelm-Gymnasium

Die Installationsarbeiten der neuen LED-Beleuchtung im Friedrich-Wilhelm-Gymnasiums wurden zum Beginn des Jahres 2017 abgeschlossen. Insgesamt wurden in dem Schulkomplex 759 Lichtpunkte erneuert. Aus dieser Effizienzsteigerungsmaßnahme resultiert eine Einsparung von 83 Prozent an CO2-Emissionen. Daraus ergibt sich eine Fördermitteleffizienz hinsichtlich der Emissionsreduktion von 73,27 Euro pro Tonne. Die Umsetzung erfolgte in Zusammenarbeit mit dem Ingenieurbüro für technische Gebäudeausrüstung PTG & Partner aus Trier.

Frühere Projekte 

Schulzentrum Mäusheckerweg (Bewilligung: 2013)

Als erster Schritt des Umrüstungskonzepts wurde das Projekt Schulzentrum Mäusheckerweg umgesetzt, um hier die komplette Umstellung der Beleuchtung auf LED-Technik zu erreichen. Mit dieser Maßnahme werden jährlich 162.038 Kilowattstunden bzw. 78 Prozent CO2-Emissionen eingespart. Daraus ergibt sich eine Fördermitteleffizienz hinsichtlich der Emissionsreduzierung von 47 Euro/Tonne.  Die gesamte Maßnahme dauerte vom 1. Januar 2014 bis 31. März 2015. Unterstützt wurde die Stadt Trier bei der Umsetzung des Projektes von der PZ-Planergruppe aus Trier-Biewer.

Max-Planck-Gymnasium (Bewilligung: 2013)

Im Rahmen der Klimaschutzinitiative hat die Stadt Trier ein Umrüstungskonzept für die Sanierung der stark veralteten Beleuchtung im Max-Planck-Gymnasium ausgearbeitet. Dieses Projekt wurde vom Fördermittelgeber erfolgreich beschieden. Im Max-Planck-Gymnasium werden 180.938 Kilowattstunden pro Jahr bzw. 78 Prozent CO2-Emissionen eingespart. Daraus ergibt sich eine Fördermitteleffizienz hinsichtlich der Emissionsreduzierung von 112 Euro/Tonne. Dieses Projekt wurde zusammen mit städtischen Tochter der SWT-AöR umgesetzt.

Tuchfabrik (Bewilligung: 2014)

Die Sanierung der Beleuchtung in der Tuchfabrik erreicht Einsparungen von 90.709 Kilowattstunden pro Jahr und somit 74 Prozent an CO2-Emissionen. Daraus ergibt sich eine Fördermitteleffizienz hinsichtlich der Emissionsreduzierung von 74 Euro pro Tonne. Die Umsetzung der Maßnahme erfolgte in Zusammenarbeit mit dem Ingenieurbüro für Lichtdesign und Bühnenbild Schneider aus Dudeldorf. Dieses Projekt hat aufgrund der neuen Beleuchtung der Ausstellungsbereiche eine besonders hohe Anforderung an die Lichtqualität, aber auch an die Flexibilität der Beleuchtung, zur Erreichung der vielfältigen Anforderungen und Beleuchtungssituationen.

 
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