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Friedhöfe

Leistungsbeschreibung

Friedhöfe sind Stätten der Erinnerung. Sie sind Orte der Ruhe und Besinnung und auch kulturgeschichtlich bedeutsam. Die Gemeinden haben im Rahmen der kommunalen Selbstverwaltung die Verpflichtung, für Ihre Einwohner Friedhöfe anzulegen, wenn hierfür ein Bedürfnis besteht.  Auch Kirchen, Kirchengemeinden, Religions- und Weltanschauungsgemeinschaften und sonstige Körperschaften des öffentlichen Rechts können Friedhöfe errichten.

Grundsätzlich werden auf allen Friedhöfen sowohl Erdgräber für Sargbeisetzungen als auch Urnengräber angeboten. Beide lassen sich jeweils unterscheiden in Reihengräber mit fester Laufzeit, die nicht verlängert werden können und der Reihe nach belegt werden, und Wahlgräber (Standortwahl und Verlängerung möglich). Die Gemeinden müssen für ihre Einwohner Reihengräber zur Verfügung stellen. Ob Wahlgräber zur Verfügung gestellt werden, entscheidet die Kommune nach den örtlichen Gegebenheiten.

Auf vielen Friedhöfen werden inzwischen neue Grabformen ermöglicht, z.B. Baumgräber auf Friedhöfen oder in Ruhewäldern, Rasengräber, zum Teil als anonyme Gräber, gärtnerisch gepflegte Gräber, muslimische Grabfelder.  Eine Verstreuung der Asche ist in Rheinland-Pfalz nicht möglich.

Spezielle Hinweise für Trier

Informationen und Öffnungszeiten

Reihengräber

  • werden nach 20 Jahren automatisch aufgelöst

Wahlgräber

  • Wahlgräber werden trotz 20-jähriger Ruhefrist immer auf 25 Jahre neu erworben
    • es sei denn, die Grabstätte muss wegen einer 2. Beisetzung verlängert werden (dann Aufstockung auf 20 Jahre)
  • bei Wahlgräbern werden die Angehörigen vor Auflösung erst schriftlich informiert

An wen muss ich mich wenden?

Bei Fragen zu einem Friedhof und den dort vorhandenen Grabformen wenden Sie sich bitte an die für den Friedhof zuständige Gemeinde-, Stadt- oder Verbandsgemeindeverwaltung oder Kirchengemeinde. Die Friedhofssatzungen und die Satzungen der Gemeinden über die Friedhofsgebühren werden veröffentlicht und können in der Regel auf den Internetseiten der Gemeinden eingesehen werden.

Bemerkungen

Spezielle Hinweise für Trier

Graberwerb / Verlängerung Nutzungsrecht

Antrag auf Umbettung

Gebühren / Kosten

Es fallen sowohl Gebühren für die Bestattung selbst als auch für die Grabstätte an, wenn diese sich auf einem kommunalen Friedhof befindet. Bei anderen Friedhofsträgern, z.B. Religionsgemeinschaften wird für die Grabstätte keine Gebühr, sondern ein Entgelt erhoben. Diese Gebühren/Entgelte werden auf der Grundlage der tatsächlich für den Friedhof entstehenden Kosten kalkuliert und können daher variieren. Genaue Auskünfte hierzu erteilt die zuständige Friedhofsverwaltung.

Spezielle Hinweise für Trier

Benötigte Unterlagen

Bei  einem Todesfall ist durch die Angehörigen, in der Regel mit Hilfe eines Bestatters, Folgendes zu veranlassen: 

  • Ausstellung eines Totenscheines durch einen Arzt innerhalb von 36 Stunden
  • Anzeige des Sterbefalls beim Standesamt, in dessen Zuständigkeitsbereich der Todesfall eingetreten ist, spätestens am dritten auf den Tod folgenden Werktag; Personalausweis des Toten, Geburts-, Heirats- oder Scheidungsurkunde sind  dazu vorzulegen
  • Auswahl einer Grabstelle bei der Friedhofsverwaltung des gewählten Bestattungsortes
  • Beantragung der Bestattungsgenehmigung bei der zuständigen Ordnungsbehörde des Bestattungsortes
  • Überführung des  oder der Verstorbenen durch ein Bestattungsunternehmen, das entweder den Verstorbenen am Tag der Erdbestattung  zum Bestattungsplatz oder zur Einäscherung in ein Krematorium bringt. Die Erdbestattung oder Urnenbeisetzung erfolgt frühestens nach 48 h und  innerhalb von sieben Tagen nach Eintritt des Todes. Zur Urnenbeisetzung darf das Krematorium die die mit der Totenasche gefüllte Urne nur der Friedhofsverwaltung oder dem Bestatter aushändigen. Die Urne kann auf Wunsch auch zu der Friedhofsverwaltung des Bestattungsplatzes versendet werden.

Besonderheiten

Weitere Informationen erhalten Sie bei der für den Bestattungsort zuständigen örtlichen Ordnungsbehörde (Verbandsgemeinde, große kreisangehörige Stadt oder kreisfreie Stadt) und der Friedhofsverwaltung des Bestattungsortes

Wenn eine Bestattung außerhalb von Rheinland-Pfalz gewünscht ist,  wenden Sie sich auch an die dort zuständigen Behörden.

Spezielle Hinweise für Trier

  • Bestattung in einem anderen Stadtteil, als der letzte Wohnort ist grundsätzlich möglich

Rechtliche Grundlage

  • Gesetz über das Friedhofs- und Bestattungswesen in Rheinland-Pfalz (BestG)
  • Landesverordnung zur Durchführung des Bestattungsgesetzes (BestG-DVO)
  • Friedhofssatzungen der Gemeinden
  • Satzungen der Gemeinden über die Friedhofsgebühren
  • § 28 bis 30 Personenstandsgesetz

Spezielle Hinweise für Trier

Satzung Friedhofsgebühren

Häufig gestellte Fragen

Spezielle Hinweise für Trier

Kann die Ruhezeit vorzeitig beendet werden?

  • Nein, die Ruhefrist ist gesetzlich vorgeschrieben und muss eingehalten werden.
  • Eine Nutzungsfrist (wenn das Grab beispielsweise verlängert wurde) kann, wenn keine Ruhefrist betroffen ist, frühzeitig aufgegeben werden.

Zuständig

Stadtverwaltung Trier - Grünflächenamt - Friedhofverwaltung

Gärtnerstr. 62
54292 Trier

Montag - Freitag: 08:00 - 12:00 Uhr und 14:00 - 16:00 Uhr


und nach Vereinbarung

Telefon: 115
Telefon: +49 651 718-0
Fax: +49 651 718-1678
E-Mail: Kontakt aufnehmen