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Kirchensteuer

Leistungsbeschreibung

Kirchensteuerpflichtig ist, wer Mitglied einer Kirchensteuer erhebenden Religionsgemeinschaft ist, und seinen Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Inland hat. Am häufigsten wird die Kirchensteuer vom Einkommen erhoben. Außerdem gibt es noch die Kirchensteuer vom Grundbesitz, sowie das allgemeine und das besondere Kirchgeld.

In Rheinland-Pfalz erheben Kirchensteuer vom Einkommen die Diözesen der Römisch-Katholischen Kirche, die Evangelischen Landeskirchen, die Altkatholische Kirche, die Jüdischen Kultusgemeinden Bad Kreuznach und Koblenz, die Freireligiöse Gemeinde Mainz, die Freireligiöse Gemeinde Pfalz und die Freie Religionsgemeinschaft Alzey.

Die Kirchensteuer vom Einkommen wird grundsätzlich vom Finanzamt festgesetzt. Bei kirchensteuerpflichtigen Arbeitnehmern behält der Arbeitgeber neben der Lohnsteuer auch die Lohnkirchensteuer ein und führt diese an das Finanzamt ab. Die Kirchensteuer vom Kapitalertrag kann neben der Kapitalertragsteuer von der Bank eingezogen werden, wenn dies der Anleger zuvor beantragt. Wird ein solcher Antrag auf Einbehalt der Kirchenkapitalertragsteuer nicht gestellt, wird diese Kirchensteuer durch das Finanzamt festgesetzt.

Beginn der Kirchensteuerpflicht
Die Zugehörigkeit zu einer evangelischen Landeskirche oder zur römisch-katholischen Kirche wird durch den Akt der Taufe begründet. Die Kirchensteuerpflicht beginnt mit dem ersten Tag des folgenden Monats, der dem Beginn der Mitgliedschaft und der Begründung eines Wohnsitzes in Rheinland-Pfalz folgt.

Beendigung der Kirchensteuerpflicht
Die Kirchensteuerpflicht wird beendet durch den Tod oder den Austritt aus der Kirche. Wenn Sie aus der Kirche austreten wollen, müssen Sie dies gegenüber der zuständigen Stelle erklären.

An wen muss ich mich wenden?

Den Eintritt in eine Kirche bzw. Religionsgemeinschaft kann man gegenüber der maßgeblichen Kirche oder Religionsgemeinschaft erklären.

Der Austritt aus einer Kirche bzw. Religionsgemeinschaft ist gegenüber dem für den Wohnsitz des/der Betreffenden zuständigen Standesamt zu erklären.

Der Austritt kann mündlich beim Standesbeamten oder durch Einreichung einer Austrittserklärung in öffentlich beglaubigter Form erklärt werden. Die öffentliche Beglaubigung kann z.B. ein Notar vornehmen. Vom Standesbeamten erhalten Sie eine gebührenpflichtige Austrittsbescheinigung.

Mit der Beurkundung des Austritts wird das Religionsmerkmal in den Meldedaten der Bürgerin bzw. Bürgers geändert und automatisch in den elektronischen Lohnsteuerabzugsmerkmalen (vgl. ELStAM) berücksichtigt.

Gebühren / Kosten

Eine Gebühr für den Eintritt in die Kirche/Religionsgemeinschaft wird nicht erhoben.

Die Gebühr für den Austritt beträgt 30,00 Euro gemäß der Landesverordnung über die Gebühr für Amtshandlungen nach dem Landesgesetz über den Austritt aus Religionsgemeinschaften.

Benötigte Unterlagen

  • Personalausweis oder Reisepass mit letzter Meldebescheinigung
  • Verheiratete oder geschiedene Personen: Geburtsurkunde bzw. Eheurkunde

Spezielle Hinweise für Trier

  • Angabe des Taufortes (wenn bekannt)

Rechtliche Grundlage

Häufig gestellte Fragen

Spezielle Hinweise für Trier

Wann wird der Austritt wirksam?

  • Der Austritt wird einen Tag nach der Erklärung wirksam

Wie werden weitere Behörden über den Austritt informiert?

  • Informationen über den Austritt gehen durch das Standesamt an die betroffene Religionsgemeinschaft, die Meldebehörde, das Geburtenregister, evtl. das Heiratsregister und das Finanzamt

Zuständig

Stadtverwaltung Trier - Standesamt

Domfreihof 1b
54290 Trier

Montag - Freitag: 08:30 - 12:00 Uhr

Mittwoch: 14:00 - 17:00 Uhr

Telefon: 115
Telefon: +49 651 718-0
Fax: +49 651 718-1348
E-Mail: Kontakt aufnehmen