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Pula, Kroatien

Amphitheater. Foto: Tourismusverband Pula
Blick von oben auf das Wahrzeichen Pulas: Das Amphitheater. Fotos: Tourismusverband Pula

Oberhalb des Cap Kamenjak wird die Gründung der Stadt "Polai", dem heutigen Pula im kroatischen Istrien gelegen, Iason und Medea als Stadt der "Lebensquelle und der Flüchtlinge" zugeschrieben. Später wurde die Stadt von den Römern nach eigenem Geschmack und Bedürfnis ausgebaut.

So kann Pula heute auf eine über 2000-jährige Geschichte zurückblicken. "Res publica Polensium", wird so der römische Kaiser Augustus, als eine "göttliche Stadt" und als "Genuß den Reichen - Glück den Mittleren" beschrieben. Monumentale Baudenkmäler wie das Kastell, der Triumph-Bogen der Sergier, der Augustus-Tempel, das Amphitheater oder römische Mosaike stehen für die Blütezeit des antiken Pula, zu dem später auch das Mausoleum und das Szenentheater zählen. Im archäologischen Museum Istriens werden wertvolle kulturhistorische Funde von der Urzeit über die römische Epoche bis zur Neuzeit aufbewahrt. Die große Anzahl erhaltener Denkmäler aus fast allen Epochen inspirierte stets viele Künstler, Schriftsteller und auch Komponisten, nach Pula zu reisen. James Joyce, Thomas Mann oder Franz Léhar gehören dazu.

Heute ist das über zweitausendjährige Pula eine Stadt der Kontraste und der Altertümer, ein Wirtschafts-, Kultur- und Tourismuszentrum. Neben den zahlreichen kulturhistorischen Denkmälern erweist sich Pula mit milden Wetterverhältnissen, einer duftenden Vegetation der Mittelmeer- und Subtropen-Gestade sowie einer prachtvollen Natur als Besuchermagnet für badefreudige Erholungssuchende. Im südlichen Teil Istriens, dort, wo früher römische Landhäuser und Villen standen, ist man bemüht, mit großen Hotels oder Feriensiedlungen den Ansprüchen der Touristen gerecht zu werden. Dabei kommt Pula zugute, dass die Stadt durch gute Fahrstraßen, Luft-, Schiff-, und Eisenbahnverbindungen von dem nahegelegenen europäischen Binnenmarkt günstig zu erreichen ist.

Werdegang:
Die gleichgelagerte römische Vergangenheit, eine gemeinsame leidvolle Geschichte an der Grenze von Völkern sowie das politische Bemühen zu Beginn der 70er Jahre des vergangenen Jahrhunderts, den Blick verstärkt nach Osten zu öffnen, trugen dazu bei, eine Städtepartnerschaft zwischen den "Augustus-Städten" Trier im Moselland und Pula im kroatischen Istrien einzugehen. In dem Freundschaftsabkommen, das am 8. September 1971 im Trierer Rathaus von Oberbürgermeister Josef Harnisch und dem Präsidenten der Gemeindeversammlung von Pula, Josef Lazaric, unterzeichnet wurde (Treffen in Pula am 25. April 1970), heißt es dementsprechend, dass "gute Zusammenarbeit zwischen den Völkern dem Frieden der Welt" dient.

Kontakte auf Bürgerebene pflegt seit ihrer Gründung im Jahr 2009 die Pula-Trier-Gesellschaft.

 
Bildergalerie
  • Außenansicht des um die Zeitenwende während der Regierung des römischen Kaisers Augustus errichteten Amphitheaters. Foto: Christian Millen/ttm
  • Innenansicht des Amphitheaters. Foto: Christian Millen/ttm
  • Direkt vor der Altstadt liegt die Marina Veruda.
  • Der Sergius-Bogen bei Nacht.
  • Augustustempel. Foto: Christian Millen/ttm
  • Kathedrale Maria Himmelfahrt mit Glockenturm. Foto: Christian Millen/ttm
  • Auf dem Markt gibt es frischen Fisch.
  • Die Marina. Foto: Christian Millen/ttm
  • Adria-Strand bei Pula. Foto: Christian Millen/ttm
 
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