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25.08.2016 | Jazz im Brunnenhof

Max Neissendorfer Swing & Scat Project

Max Neissendorfer Swing & Scat Project - Foto von Photoart, H.J. Maquet
Max Neissendorfer Swing & Scat Project - Foto von Photoart, H.J. Maquet

Nicht, dass man Max Neissendorfer verteidigen müsste. Dafür ist der Mann einfach zu lange erfolgreich im Jazzgeschäft unterwegs. Das Webzine „Folk-World“ tat es im März 2011 dennoch. Damals hatte Neissendorfer mit der Frank Sinatra Tribute Band das Album „All the way“ veröffentlicht. „Vocal Jazz, wie er sein sollte“, befand „FolkWorld“, hielt wegen des ganz eigenen Sounds und der hohen Qualität jedoch fest: „Diese Band verdient etwas Besseres, als lediglich eine Tribute Band genannt zu werden.“ Hauptsächlicher Grund dafür sei die fantastische Stimme Neissendorfers. Fünf Jahre nach dieser Aufnahme ist der Pianist und Sänger mit seinem eigenen „Swing & Scat Project“ unterwegs – die fantastische Stimme mit im Gepäck. Zu erleben ist sie am Donnerstag, 25. August, beim Abschlusskonzert der Reihe „Jazz im Brunnenhof“.

Gemeinsam mit den Größten des Jazz wie Pony Poindexter, Thad Jones, Hannibal Marvin Peterson, Archie Shepp, Franco Ambrosetti und Charly Antolini bewies der Münchner Max Neissendorfer früh sein Talent als virtuoser Pianist. Doch das Piano sollte ihm bald nicht mehr als Ausdrucksmittel genügen. Und so übertrug er sein untrügliches Gespür für Timing, Phrasierung und Improvisation auf ein weiteres Instrument: seine Stimme. Damit zählt Max Neissendorfer heute zu den vielseitigsten Jazz-Pianisten und Scat-Sängern Europas. „Mein Ziel ist es das Flair der Sinatra-Ära, die virtuose stimmliche Kunst eines Bobby McFerrin und die Pop-Inszenierungen der Auftritte eins Elton John so zu verbinden, daß ein breites Publikum mit der Vorliebe für handgemachte, qualitativ hochwertige Musik wieder den "Aha-Effekt" bei Live-Auftritten erleben kann.“

Den Aha-Effekt schafft Neissendorfer durch die Verbindung von Standards und Neukompositionen aus dem Mainstream des Jazz und der Popmusik – funkig und bluesig gewürzt – mit akrobatischen Scat-Gesangseinlagen, expressiven Gesangsarrangements und virtuosem Pianospiel. Oftmals swingt dabei das Tribute an Frank Sinatra noch mit – doch Max Neissendorfer macht daraus sein ganz eigenes Projekt. 

Das Konzert beginnt um 20 Uhr im Brunnenhof. Tickets sind ab sofort an allen Ticket Regional-Vorverkaufsstellen, in der Tourist-Information an der Porta Nigra und über www.ticket-regional.de erhältlich. Sie kosten – ebenso wie an der Abendkasse – 10 Euro. Mit dem DiMiDo-Ticket haben Studierende mit gültigem Studentenausweis ab 20 Minuten vor Konzertbeginn freien Eintritt. Nur bei ausverkauften Abenden entfällt dieser Anspruch.