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Städtepartnerschaften

Mut zur Erweiterung in schwieriger Zeit

Landrat Jarek Bialk aus Puck (Polen), OB Wolfram Leibe, Landrat Günther Schartz (v. l.) sowie mehrere Gäste aus den befreundeten Kommunen und Vertreter der Partnerschaftsvereine freuen sich über die Enthüllung der Info-Stele. Foto: KV Trier-Saarburg
Landrat Jarek Bialk aus Puck (Polen), OB Wolfram Leibe, Landrat Günther Schartz (v. l.) sowie mehrere Gäste aus den befreundeten Kommunen und Vertreter der Partnerschaftsvereine freuen sich über die Enthüllung der Info-Stele. Foto: KV Trier-Saarburg
Mit der Enthüllung einer Infotafel, einem Empfang und einem Partnerschaftsfest mit Weimar auf dem Petrisberg würdigten Stadt und Kreisverwaltung das Engagement bei ihren fast 50 kommunalen Partnerschaften in Deutschland und aller Welt. Mit der Neuauflage des Partnerschaftstags wollten sie ihre Zusammenarbeit vertiefen. Außerdem wird derzeit eine Erweiterung der Kontakte in Osteuropa geplant.

Für die nahe Zukunft wird trotz des schwieriger gewordenen Verhältnisses mit einigen osteuropäischen Staaten eine Partnerschaft der Berufsbildenden Schulen mit Bildungseinrichtungen in Polen vorbereitet. Landrat Jarek Bialk aus dem polnischen Puck gehörte zu den Gästen. OB Wolfram Leibe und Landrat Günther Schartz begrüßten außerdem Marko Wolfram, Landrat im thüringischen Saalfeld- Rudolstadt, OB Stefan Wolf aus Triers Partnerstadt Weimar und Dieter Schmitt, Vorsitzender des Kreispartnerschaftsvereins. Bei einem Empfang im Kreishaus und der Enthüllung der Info-Stele, deren Design sich an den touristischen Hinweistafeln im Stadtgebiet orientiert, waren auch Besucher aus Thüringen und Polen sowie Vertreter der regionalen Partnerschaftsvereine dabei.

Schartz und Leibe hoben die Bedeutung kommunaler Partnerschaften gerade in der heutigen Zeit hervor. Auch wenn manche Freundschaft seit 50 Jahren bestehe, gebe es immer wieder neue Ideen und Projekte. Gerade in einem Europa, wo nationalistische Stimmen in vielen Ländern derzeit wieder lauter würden, schafften diese Begegnungen gegenseitiges Verständnis. Schmitt würdigte die Arbeit der Ehrenamtlichen für die Partnerschaften. „Wichtig ist aber auch, gerade junge Menschen für die Begegnung mit Bürgern aus anderen Nationen zu interessieren“, betonte er.

30 Jahre Freundschaft mit Weimar

Im Anschluss wurde der Garten auf dem Petrisberg zum Treffpunkt der Städtepartnerschaftsvereine von Trier und Weimar. Zum 30-jährigen Jubiläum der Verbindung versammelten sich zahlreiche Gäste, um der Einweihung einer neuen Trennwand-Skulptur im Weimar-Garten beizuwohnen. Sie stellt Goethes berühmtes Gartenhaus dar. Verziert ist die von dem Trierer Kunstschmied Matthias Apel geschaffene Konstruktion mit Ginkgo-Bäumen, auf deren Blättern die Namen der Unterstützer eingraviert sind. Silhouetten der Dichter Goethe und Schiller, die in Weimar enge Freunde wurden, sind ein weiteres Element.

Elisabeth Ruschel, Vorsitzende der Trierer Weimar-Gesellschaft, hofft, dass die Skulptur, die ein marodes Vorgängermodell ersetzt, „für die Ewigkeit hält“. „Die Zusammenarbeit macht großen Spaß“, sagte sie über die Verbindung zwischen den Städten und lobte die Beständigkeit der Organisationen. Die Skulptur des Gartenhauses sei ein tolles Symbol für alle, die die Partnerschaft leben. OB Leibe dankte seinem Vorvorgänger Helmut Schröer für sein stetiges Engagement für die Partnerschaft und unterstrich die Bedeutung der wechselseitigen Kommunikation.

Die Verbindung zwischen Trier und Weimar war 1987 die zweite deutsch- deutsche Städtepartnerschaft und sorgte bei ihrem Start für einiges Aufsehen. Sie wurde dann nach dem Mauerfall auf eine erheblich breitere Basis gestellt und ist heute immer noch ein Beispiel für eine aktive und lebendige Städtefreundschaft.

Damit ein Teil der Weimarer Kultur in Trier stattfinden konnte, wurde auf dem Fest zum 30. Geburtstag der Partnerschaft ein kleiner Zwiebelmarkt veranstaltet, der sich an dem berühmten Vorbild orientierte. Das triste Wetter mit Regenschauern und kräftigem Wind hielt die Gäste aus Trier und Weimar nicht davon ab, sich von der Jazzmusik der Band „Running Wild“ und der Theatergruppe „Gnadenlos schick“ unterhalten zu lassen und gemeinsam ein Glas Wein zu trinken.

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