Sprungmarken

Soziale Stadt Trier-Ehrang

Bürgerhaus Ehrang
Das Bürgerhaus ist zu einem wichtigen Teil des Stadtteillebens geworden – wie hier beim Tag der offenen Tür, bei dem 22 ortsansässige Vereine über ihre Arbeit informierten. Fotos: Quartiersmanagement Ehrang/PA

Das Programmgebiet der "Sozialen Stadt Trier-Ehrang" liegt im historischen Ortskern und umfasst etwa 13,35 Hektar. Etwa 920 Menschen leben dort. Das seit 1992 bestehende Sanierungsgebiet „Ortskern Ehrang“ wird im Rahmen des Bund-Länder-Programms „Soziale Stadt – Investitionen im Quartier“ gefördert. Anfang 2009 wurde das Quartiersmanagement eingerichtet. 2014 wurde vom städtischen Sozialdezernat das Integrierte Entwicklungskonzept als maßgebliches Steuerungs- und Koordinierungsinstrument für die Umsetzung des Programms herausgegeben. In Verbindung mit den Sanierungszielen von 1992 ist es der „rote Faden“ der Quartiersentwicklung und stellt die Basis für die konkrete Projektentwicklung dar. Die Federführung für das Soziale-Stadt-Gebiet „Ehrang“ liegt beim Baudezernat. Zentrale Ziele des Konzeptes sind unter anderem:

  • Erhaltung der örtlichen Siedlungsstruktur
  • Verkehrsentlastung
  • Umgestaltung von Verkehrs- und Freiflächen
  • Modernisierung der Bausubstanz
  • Neugestaltung des ehemaligen Mühlengeländes
  • Ökologische Maßnahmen und Ausbau der naturräumlichen Einbindung
  • Verbesserung der sozialen Infrastruktur.

Zahlreiche Maßnahmen, im Bau- aber auch im sozialintegrativen Bereich wurden bereits abgeschlossen: Die Schlüsselübergabe des Neubaus der Kindertagesstätte St. Peter fand in der vergangenen Woche statt.

Die Stadtmauer und historische Gebäude sind saniert und durch Abbruchmaßnahmen gibt es mehr öffentliche Flächen. Der Bau eines Bürgerhauses war eine weitere zentrale Maßnahme im Ortskern. „Das Bürgerhaus ist seit seiner Eröffnung 2006 zu einem wichtigen Teil des Stadtteillebens geworden und wird von Bewohnerinnen und Bewohnern, unterschiedlichen Vereinen, dem Jobcenter und dem Jugendtreff Ehrang-Quint für Angebote, Proben, kulturelle Veranstaltungen und Familienfeiern genutzt“, erläutert Vera Endres, Quartiersmanagerin in Ehrang. Es werde als „unverzichtbarer Teil der sozialen Infrastruktur an Bedeutung für den Stadtteil gewinnen“, ist sich Endres sicher.

Des Weiteren wurden die Fröhlicher-, Nieder- und Kyllstraße umgestaltet und um die Kirche St. Peter (Bernd-Bohr-Platz), an der August-Antz-Straße (An der Langmauer) und beim Bürgerhaus (Schiffen Äcken) entstanden neue Plätze. Die Schaffung von mehr Parkplätzen, etwa an der August-Antz-Straße oder im Umfeld Bürgerhaus wurden ebenso realisiert.

Unter die sozialintegrativen Maßnahmen fällt beispielsweise das generationenübergreifende Projekt „Rastplatz“. Direkt an der Kyll gelegen ist der Platz mit Weidenbauwerk und Grillstelle ein beliebter Treffpunkt für Jung und Alt. Gemeinsam mit dem Jugendtreff Ehrang-Quint kümmert sich eine Gruppe Ehrenamtlicher um die Instandhaltung des Platzes.

Aktuell sind die Verkehrsentlastung und die Stärkung des Einzelhandels wichtige Handlungsfelder. Mit dem Bau der neuen B 422 und einem Verbrauchermarkt samt Wohnungen im Mühlengelände werden wichtige Projekte der Ortsentwicklung bereits umgesetzt. Auch werden zwei denkmalgeschützte Villen im Mühlengelände saniert. Zudem wird das Kyllufer erschlossen und die Brücke erneuert. Neben den Baumaßnahmen treffen sich regelmäßig Personen aus den Grundschulen und Kitas, dem Jugendtreff, der Familienbildungsstätte Remise und weiteren Einrichtungen am Runden Tisch Ehrang-Quint, um über aktuelle Themen zu reden.

Für die Zukunft sind im Ortskern Ehrang unter anderem der Ausbau einiger Straßen geplant (Zur Stadtmauer, Oberstraße, Seitengassen der Niederstraße). Des Weiteren wird ein Neubau für den Jugendtreff in der Merowingerstraße angestrebt. Die Kinder dürfen sich auf einen Ausbau des Spielplatzes an der Langmauer freuen. Geplant ist ebenso, die Obergeschosse des Gebäudes in der Niederstraße 142 auszubauen. Die Kosten für diese und weitere geplante Maßnahmen bis 2018 liegen bei 7,3 Millionen Euro, die Einnahmen werden mit knapp 1,5 Millionen Euro veranschlagt. Von den verbliebenen Kosten in Höhe von 5,8 Millionen Euro werden 5,2 Millionen Euro durch die Städtebauförderung übernommen. Für die Stadt bleibt also ein Eigenanteil von knapp 600.000 Euro.

„Seit der Ausweisung als Sanierungsgebiet und mit der Aufnahme der Förderung durch das Programm Soziale Stadt hat sich der Stadtteil verändert“, sagt Quartiersmanagerin Endres. Mit den bereits umgesetzten und noch laufenden Maßnahmen „konnte ein wichtiger Beitrag zu zahlreichen städtebaulichen und infrastrukturellen Verbesserungen geleistet werden“, ist sie überzeugt. Das soziale Netz an Angeboten sei nicht nur erhalten, sondern ausgebaut worden. Dank einer Erhöhung der Mittel im Programm der Städtebauförderung von Seiten des Bundes besteht die Möglichkeit, in Ehrang auch weiterhin Maßnahmen zu realisieren. „Damit kann an den bereits erfolgreich umgesetzten Maßnahmen angeknüpft und auch das Quartiersmanagement bis 2017 fortgeführt werden“, so Endres.

 
Verweisliste

Ansprechpartner

Institution: Stadtplanungsamt

Herr Rolf Weller

Telefon: 0651/718-3614

Ansprechpartnerin

Institution: Amt für Soziales und Wohnen

Frau Gabi Schmitt

Telefon: 0651/718-4550