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Neuaufstellung des Flächennutzungsplans Trier 2030

Nach § 1 Abs. 3 Satz 1 Baugesetzbuch hat die Gemeinde Bauleitpläne aufzustellen, sobald und soweit es für die städtebauliche Entwicklung und Ordnung erforderlich ist. Das Erfordernis der Aufstellung und Fortschreibung des Flächennutzungsplans ergibt sich aus der Verantwortung der Gemeinde, für die städtebauliche Ordnung und Entwicklung auf gesamtstädtischer Ebene Sorge zu tragen und diese rahmensetzend für Bebauungspläne vorzugeben.

Der Flächennutzungsplan der Stadt Trier erhielt im Jahr 1982 Rechtskraft. Seitdem haben sich sowohl bundesweit als auch in Trier die demografischen, gesellschaftlichen, wirtschaftlichen, ökologischen und verkehrspolitischen Rahmenbedingungen erheblich geändert. Die vor etwa 30 Jahren erarbeiteten Planungsziele des alten F-Plans sind sowohl inhaltlich als auch räumlich im Hinblick auf die künftige Entwicklung als überholt anzusehen.

Für die Steuerung der künftigen Siedlungsentwicklung ist es daher erforderlich, die Grundlagen neu zu ermitteln und Zielvorstellungen im Rahmen der Flächennutzungsplanung neu zu definieren. So sind insbesondere die Prognosen zum Wohnbaulandbedarf vor dem Hintergrund der künftigen Bevölkerungsentwicklung sowie zum künftigen Gewerbeflächenbedarf zu aktualisieren und die künftigen Standorte für Siedlungsflächenerweiterungen neu zu untersuchen und festzulegen.

Einer planerischen Überarbeitung bedarf es darüber hinaus im Bereich der bestehenden Siedlungsflächen. In Bezug auf die Neuaufstellung des Landschaftsplans, der Stadtklimaanalyse und des Mobilitätskonzeptes sind auch die Darstellungen im Landschaftsraum bzw. die Darstellungen der örtlichen und überörtlichen Hauptverkehrszüge nach heutigen Gesichtspunkten nicht mehr zeitgemäß.

Im Hinblick auf die Komplexität der Flächennutzungsplanerarbeitung mit vielfältigen Abhängigkeiten der einzelnen Belange untereinander ist das Arbeitsprogramm zur Neuaufstellung des Flächennutzungsplans  in drei Phasen aufgeteilt. Die erste Phase der Grundlagenermittlung und Zielfindung diente der Erarbeitung der künftigen Rahmenbedingungen für die wichtigsten Sektoren der räumlichen Entwicklung. Zielsetzung der Phase „Grundlagenermittlung und Zielfindung“ war die Erarbeitung der künftigen Rahmenbedingungen für die wichtigsten Sektoren der räumlichen Entwicklung. Zu den Schwerpunktthemen Wohnen und Arbeiten wurden dazu folgende Fachbeiträge vorgelegt:

Fachbeitrag Wohnungsbau (2007)

Fachbeitrag Wirtschaft und Arbeitsstätten (2012)

Fachbeitrag neue Siedlungsflächen (2012)

Darauf aufbauend wurde in der zweiten Phase der Vorentwurf des F-Plans Trier 2025 erstellt, auf dessen Grundlage die frühzeitige Öffentlichkeits- und Behördenbeteiligung Anfang des Jahres 2014 durchgeführt wurde. In diesem Rahmen fanden neben der Auslegung der Planung auch Bürgerinformationsveranstaltungen am 15.01.2014, 17.11.2014, 19.11.2014 sowie weitere Termine in den Ortsteilen statt.

Nach Auswertung der eingegangenen Stellungnahmen wurde im weiteren Verfahren der Entwurf erarbeitet, zu dem vom 11.01.2016 bis zum 04.03.2016 die Öffentlichkeitsbeteiligung nach § 3 Abs. 2 BauGB stattfand. Angesichts der fortgeschrittenen Bearbeitungszeit und der Vorlage einer neuen Bevölkerungsprognose durch das Statistische Landesamt Rheinland-Pfalz wurde bei der Ausarbeitung des Entwurfes der Planungshorizont - auch auf Empfehlung der SGD Nord als Genehmigungsbehörde - von 2025 auf 2030 erweitert.

Als der Stadtrat im Dezember 2015 über den Entwurf des Flächennutzungsplans entschieden hat, wurde eine Entscheidung zwischen den Baugebieten am Brubacher Hof (Mariahof) und am Langenberg (Euren/Zewen) bewusst offen gelassen. Inzwischen hat der Stadtrat im März 2017 der Entwicklung am Brubacher Hof Priorität eingeräumt. Eine Baulandentwicklung am Langenberg soll als Option über den Planungshorizont des Flächennutzungsplans hinaus verfolgt werden.

Die Entscheidung des Stadtrats zieht eine Änderung des bisherigen Flächennutzungsplan-Entwurf mit sich. Daneben bedurften auch weitere Darstellungen einer inhaltlichen Überarbeitung. Wird ein Flächennutzungsplan-Entwurf geändert, sieht das Baugesetzbuch eine erneute Beteiligung der Öffentlichkeit vor. Auch von Behörden und sonstigen Träger öffentlicher Belange sind erneut Stellungnahmen einzuholen. Nach der Zustimmung des Stadtrats am 28.06.2017 wird der überarbeitete Flächennutzungsplan vom 24.07.2017 bis 25.08.2017 öffentlich ausgelegt.

Den dazugehörigen Entwurf des Flächennutzungsplans einschließlich der Begründung und des Umweltberichtes finden Sie hier.

 
Zuständiges Amt

Ansprechpartnerin

Institution: Stadtplanungsamt

Frau Heike Defourny

Telefon: 0651/718-2613