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Stadtumbau Trier-West

Teilansicht von Trier-West mit dem Gelände des ehemaligen Eisenbahnausbesserungswerks.
Teilansicht von Trier-West mit dem Gelände des ehemaligen Eisenbahnausbesserungswerks.

Mit dem Bund-Länder-Programm "Stadtumbau West" will der Bund die Städte in den alten Bundesländern dabei unterstützen, sich frühzeitig auf notwendige Anpassungsprozesse angesichts des wirtschaftlichen und demographischen Strukturwandels einzustellen. Auch dieses Programm hat wie die Sanierungs- und Entwicklungsmaßnahmen oder die soziale Stadt ihre Rechtsgrundlage im Baugesetzbuch. Ziel ist die Herstellung nachhaltiger städtebaulicher Strukturen auf der Grundlage von städtebaulichen Entwicklungskonzepten.

In Rheinland-Pfalz liegt der Schwerpunkt der Förderung besonders auf Kommunen mit militärischer Konversionsproblematik. Im Jahr 2014 wurde der Bereich Eurener Straße, Aachener Straße und Luxemburger Straße inklusive der Jägerkaserne auf der Grundlage des Masterplans Trier-West in das Förderprogramm „Stadtumbau“ aufgenommen. Das Gebiet ergänzt das westlich der Eurener Straße gelegene Soziale Stadt-Gebiet und zielt auf die Aufwertung des gesamten Stadtteils.

Nachdem in den letzten Jahren Konzepte und Planungen für die zahlreichen städtebaulichen und sonstigen Problemlagen des Stadtteils und zur Nutzung der vorhandenen Potenziale erarbeitet wurden, befinden sich nun die ersten Maßnahmen zur Aufwertung des gesamten Stadtteils in Vorbereitung. Dazu zählt die Umgestaltung des westlichen Römerbrückenkopfes im Zusammenhang mit der Reaktivierung der Schienen-Westtrasse für den Personennahverkehr. Neben der Konversion von Gewerbe-, Militär- und Bahnbrachen gehören die Verbesserung und Entlastung des Verkehrssystems sowie die Aufwertung von Freiflächen und die Stärkung des Wohnens (Stadt am Fluss) zu den Zielen des Stadtumbaus.

Insgesamt ist nach ersten Schätzungen davon auszugehen, dass sich das durch die Fördermaßnahme ausgelöste Investitionsvolumen auf circa 209 Millionen Euro beläuft. Hiervon entfallen circa 24,3 Millionen auf Städtebaufördermittel, 15,7 Millionen auf sonstige Fördergelder, 2,7 Millionen auf städtische Mittel sowie 166,5 Millionen Euro auf private Investitionen. Die Umsetzung der gesamten Maßnahme hat einen Zeithorizont von etwa 15 Jahren.

Temporärer Ausstellungs- und Informationsraum

Die Stadtumbau-Info in der Luxemburger Straße ist jeden ersten Donnerstag im Monat besetzt. Eine temporäre „Stadtumbau Info“ in der Luxemburger Straße 4 (Foto rechts) ist jeden 1. Donnerstag im Monat von 15.30 – 17.30 Uhr sowie im Rahmen besonderer Veranstaltungen und Projekttermine geöffnet. Der Raum steht an dieser Stelle bis zum Abriss des Gebäudes Ende 2018 im Zuge der geplanten Schaffung eines Zugangs zum neuen Bahnhaltepunkte zur Verfügung. Im Anschluss hieran wird die Fläche neugestaltet, im Dezember 2020 eröffnet hier der neue Bahnhaltepunkt Trier-West.

 
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