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Parkraumkonzept

Die unterschiedlichen Farbfolien auf den Hinweisschildern weisen auf die an dieser Stelle maximal erlaubte Parkdauer hin (rot =120 Minuten).
Die unterschiedlichen Farbfolien auf den Hinweisschildern weisen auf die an dieser Stelle maximal erlaubte Parkdauer hin (rot =120 Minuten).

Am 29. Juni 2010 hat der Stadtrat das Integrierte Parkraumkonzept beschlossen. Das Konzept wurde im Rahmen mehrerer Arbeitskreissitzungen, an denen neben der Verwaltung und dem Gutachter auch die Fraktionen sowie die Verbände (IHK, Hwk, EHV, City-Initiative) und die PiT als Betreiberin der SWT-Parkhäuser) beteiligt waren, in sehr konstruktiver Zusammenarbeit erarbeitet. Hierbei wurde ein breiter Konsens erreicht. Das Grundkonzept wird von allen Beteiligten mitgetragen.

Ziele

  • Vereinfachung und Vereinheitlichung der Parkraumbewirtschaftung (Taktung und Gebühren) 
    • Einschränkung des Parksuchverkehrs durch klare Orientierung, wo man wie lange (und für welchen Preis) parken darf
    • gerechtere Abrechnung (Verhältnis zu zahlender Preis zu tatsächlicher Parkdauer v.a. in den Parkhäusern)
  • Abbau von Fehlanreizen bei der Parkplatzwahl (zuvor war das Parken im Straßenraum billiger als in den Parkhäusern und z.T. auch bis zu 4 Stunden lang möglich)
  • Verlagerung der längeren Parkvorgänge in die Parkhäuser und Tiefgaragen
    • Verbesserung der Ausnutzung der Parkierungsanlagen
    • Freimachung von Parkständen im Straßenraum für Kurzzeitparken bzw. ggf. auch für sonstige Nutzungen
  • Verbesserung der Erreichbarkeit von Geschäften außerhalb der Fußgängerzone durch tatsächlich verfügbare (da häufig umgeschlagene) Kurzzeitparkplätze
  • Verbesserung der Einnahmesituation der Stadt Trier gemäß den Vorgaben der Kommunalaufsichtsbehörde ADD

Grundstruktur

  • Parkhäuser: lange Parkdauer und Gebühren, die nicht über denen für die Parkplätze unter freiem Himmel liegen
  • Straßenraum: kurze Parkdauern und Gebühren, die nicht unter denen der Parkhäuser liegen
  • möglichst einheitlicher und nutzerfreundlicher Abrechnungstakt

Gebührenstruktur für den Bereich innerhalb des Alleenrings

  • Straßenraum mit Einzelhandel:
    maximale Parkdauer:    30 min (Ultrakurzzeit)
    Taktung:     15 min
    Gebührenstufe   1,60 €/h (= 0,80 € / 30 min)
  • Straßenraum ohne Einzelhandel:
    maximale Parkdauer:   1 Stunde (Kurzzeit)
    Taktung:     15 min
    Gebührenstufe:    1,60 €/h
  • Öffentliche Parkplätze:
    maximale Parkdauer:   2 Stunden (Mittelzeit)
    Taktung:     30 min
    Gebührenstufe:   1,60 €/h
  • Parkhäuser und Tiefgaragen (=Parkierungsbauten):
    maximale Parkdauer:   unbegrenzt (Langzeit)
    Taktung:     30 min
    Gebührenstufe:   1,50 €/h

Lediglich bei der endgültigen Festlegung der Gebührenhöhe gab es unterschiedliche Meinungen der Beteiligten. Neben der in die Diskussion eingebrachten Forderung nach erheblich höheren Gebühren und einer Ablehnung der Kurzzeitparkplätze vor den Geschäften, wurden vor allem die Gebührensätze von 1,60 Euro/h und 1,50 Euro/h diskutiert. Bei der Entscheidungsfindung waren folgende Sachverhalte zu berücksichtigen und die jeweiligen Vor- und Nachteile abzuwägen: Für 1,60 €/h spricht vor allem die angestrebte Taktung von 15 bzw. 30 min, da dieser Betrag gut entsprechend teilbar ist. Bei 1,50 €/h gibt es bei Parkdauern unter einer Stunde Probleme bei der Bezahlung mit Münzgeld (der Betrag für 15 min ist gar nicht mit Münzen bezahlbar und 30 min erfordern die aufwändige Umstellung aller Automaten auf 5-ct-Münzen sowie die Anschaffung neuer Parkuhren, da die vorhandenen nicht umrüstbar sind). Zudem könnte ein Betrag von 1,50 €/h bei gleichzeitiger Verkürzung der Abrechungstaktung infolge sich dann ggf. ändernden Parkverhaltens der Benutzer dazu führen, dass in den Parkhäusern trotz nomineller Gebührenerhöhung keinerlei Mehreinnnahmen zu erzielen sind. Für 1,50 €/h spricht die weniger starke Gebührenerhöhung.

Die schließlich vom Stadtrat beschlossene Variante, mit einer Differenzierung von 1,50 €/h in Parkhäusern und 1,60 €/h unter freiem Himmel führt durch das Preisgefälle im Vergleich zum Straßenraum zu einer Erhöhung der Attraktivität der Parkhäuser für Langzeitparker.

Vor dem Hintergrund der zu erwartenden Vorteile dieses einfachen und klar verständlichen Gesamtkonzeptes tragen auch die Verbände die hier dargestellten Gebührenerhöhungen mit.

Zusätzliche Aspekte

  • Kennzeichnung der jeweiligen Höchstparkdauer vor Ort durch Schilder mit farblicher Kennzeichnung:
    grün = max. 30 Minuten
    blau = max. eine Stunde
    rot = max. zwei Stunden
    gelb = max. vier Stunden (nur außerhalb des Alleenrings)
  • Ausdehnung des Bewirtschaftungszeitraums auf einen Zeitraum bis mindestens 19:00 Uhr auch an Samstagen.
  • Umsetzung der neuen Gebührenordnung auch durch SWT
  • Hinweistafeln an den Parkscheinautomaten öffentlicher Parkplätze bieten nützliche Informationen vor Ort. Autofahrer, die ihr Fahrzeug beispielsweise auf dem Augustinerhof abstellen, am liebsten aber länger parken wollen als die dort erlaubten zwei Stunden, werden anhand eines Stadtplans zur nächstgelegenen Tiefgarage am Viehmarkt geleitet und können sich den Weg dorthin via QR-Code sogar auf ihr Smartphone laden. Zugleich erfahren sie über die angesteuerte Internetseite von SWT Parken auch, wie viele Plätze in den sieben Parkhäusern zur Zeit frei sind.

Künftige Maßnahmen (in Prüfung)

  • Ausweitung Parkraumbewirtschaftung / Bewohnerparken in den östlich, südlich und ggf. auch westlich an den Alleenring angrenzenden Stadtgebieten
  • Optimierung des Parkleitsystems
  • Verbesserungen der ÖPNV-Angebote 
  • Intensivierung der Überwachung
  • Prüfung der Einführung des sog. Handyparkens, der Bewirtschaftung der Motorradstellplätze und der Bewirtschaftung an Sonntagen.
 
Zuständiges Amt