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Flüchtlinge in Trier

Möchten Sie sich über die Lage der Asylsuchenden und Flüchtlinge in Trier informieren? Oder möchten Sie sogar den Menschen helfen, in unserer Stadt anzukommen? Auf dieser Seite finden Sie alle wichtigen Informationen und Ansprechpartner.

| Gibt es eine zentrale Website zu Flüchtlingen in Trier?
| Wie viele Menschen kommen nach Trier?
| Wo werden die Menschen untergebracht?
| Ich kann evt. Wohnraum zur Verfügung stellen. Wie funktioniert die Vermietung?
| Wir möchten als Gastfamilie einen jungen Flüchtling aufnehmen. An wen wenden wir uns?
| Wie kann ich mich ehrenamtlich engagieren?
| Wo kann man in Trier Sachspenden abgeben?
| Wie wird den Flüchtlingen geholfen? Wer koordiniert die Aufgaben?

Gibt es eine zentrale Website zu Flüchtlingen in Trier?

Unter www.fluechtlinge-in-trier.de finden Sie die zentrale Plattform der Stadt Trier mit Informationen zu behördlichen Zuständigkeiten, professionellen und ehrenamtlichen Angeboten für Flüchtlinge, einem Veranstaltungskalender und weiteren Hintergrundinformationen.

Wie viele Menschen kommen nach Trier?

Die Stadt Trier hat 2,7 % der in Rheinland-Pfalz zu versorgenden Asylbewerber aufzunehmen, diese Zahl wird jedoch reduziert, da in Trier bereits die Aufnahmeeinrichtung für Asylbegehrende (AfA) angesiedelt ist. Für 2015 wurden der Stadt Trier ca. 700 Personen zugewiesen, die für die gesamte Dauer ihres Asylverfahrens in der Stadt bleiben werden. Anfang 2016 waren dies noch 30 bis 50 Personen. Aufgrund der im Frühjahr stark zurückgegangenen Zahlen von Neuankömmlingen in Deutschland sind es im April 2016 wöchentlich 10 bis 15 Personen.

Die Aufnahmeeinrichtung für Asylbegehrende mit ihrer Hauptstelle in der Dasbachstraße und ihrer Nebenstelle in der Luxemburger Straße wird von der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) betrieben, einer zentralen Verwaltungsbehörde des Landes Rheinland-Pfalz. Die Stadt Trier ist hier nicht zuständig. In den Aufnahmeeinrichtungen werden Menschen zunächst zentral aufgenommen, bevor sie nach wenigen Wochen auf die rheinland-pfälzischen Kommunen verteilt werden, wo sie für die Dauer ihres laufenden Asylverfahrens wohnen bleiben. Seit der zweiten Jahreshälfte 2015 weist das Land auch der Stadt Trier Asylbewerber zu.

Wo werden die Menschen untergebracht?

Der Aufruf an die Bevölkerung zur Bereitstellung von privatem Wohnraum für Flüchtlinge vom 23. März 2015 hat dazu geführt, dass die Stadt bereits einige Mietverträge abschließen konnte. Die Stadt Trier ist mit weiteren Vermietern in Verhandlungen, so dass die Unterbringung der ersten in Trier ankommenden Flüchtlinge dezentral erfolgen kann. Es ist das Ziel der Stadt, so viele Menschen wie möglich in dezentralen Wohnungen unterzubringen. In einem weiteren Aufruf vom 14. August 2015 appellierte die Stadt nochmals an die Triererinnen und Trierer, Wohnraum, unter anderem auch Hotel- oder Pensionsplätze bereitzustellen.

Angesichts des schwierigen Wohnungsmarkts für Mietwohnungen greift die Stadt Trier jedoch auch auf zentrale Standorte zurück. Asylbegehrende werden daher auch in in der Jägerkaserne (Trier-West), in Häusern im Burgunderviertel (Trier-Kürenz) und in der ehemaligen Geschwister-Scholl-Schule (Trier-Nord) untergebracht. Die Stadt plant außerdem Neubauten mit sozialem Wohnungsbau an verschiedenen Standorten im Stadtgebiet, in denen auch Flüchtlinge wohnen sollen.

In Trier-West fand zur Jägerkaserne am 4. Mai 2015 eine Bürgerinformationsveranstaltung statt. Die Entwicklung des Stadtteils Trier-West im Zusammenhang mit den Maßnahmen zur Städtebauförderung und Soziale Stadt erfolgt uneingeschränkt und parallel dazu (siehe Workshop zur Jägerkaserne am 9. Mai 2015). Zur Nutzung des Burgunderviertels fand am 26. Mai 2015 eine Bürgerinformationsveranstaltung in Trier-Kürenz statt. In Trier-Nord wurden die Anwohner am 4. November 2015 in einer Informationsveranstaltung über die Belegung der ehemaligen Geschwister-Scholl-Schule informiert. Zu den Planungen, Neubauten zu errichten, informierte die Stadt am 12. Januar 2016 in Tarforst (Baugebiet BU 14 in Filsch) und am 26. Januar 2016 in Mariahof.

Die Wohnungsgenossenschaften und -gesellschaften in Trier wurden angeschrieben und gebeten, der Stadt freie Wohnungen in ihrem Bestand zu melden und zur Verfügung zu stellen.

Ich kann eventuell Wohnraum zur Verfügung stellen. Wie funktioniert die Vermietung?

Wenn Sie eine Wohnung an einen Asylbewerber oder Flüchtling vermieten wollen, wenden Sie sich bitte unter den Telefonnummern 0651/718-3537 oder -2539 oder per Kontaktformular an das Amt für Soziales und Wohnen. Wichtig ist, dass Ihre Wohnung im Stadtgebiet Trier liegt. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Amts für Soziales und Wohnen helfen bei der Vermittlung zwischen Vermietern und Mietern, sprich Asylbewerber oder Flüchtling.

Wir möchten als Gastfamilie einen jungen Flüchtling aufnehmen. An wen wenden wir uns?

In der Stadt Trier können Familien ab sofort für einen begrenzten Zeitraum von drei Monaten unbegleitete minderjährige Flüchtlinge aufnehmen. Sie werden dabei vom Jugendamt beziehungsweise verschiedenen sozialen Trägern unterstützt. Näher beschrieben ist das Modell im Artikel Gastfamilien für junge Flüchtlinge gesucht.

Wenden Sie sich für weitere Informationen an das Jugendhilfezentrum Don Bosco Helenenberg. Projektverantwortlich ist Alexa Lichter, Telefonnummer 0151/40907839, E-Mail: alexa.lichter(at)helenenberg.de. Erziehungsleiter bei Don Bosco Helenenberg ist Carsten Lang, Telefonnummer 06506/899-130, carsten.lang(at)helenenberg.de.

Wie kann ich mich ehrenamtlich engagieren?

Die Stadt hat mit verschiedenen Akteuren aus Trier ein Betreuungsnetzwerk für die Flüchtlinge aufgebaut. Wir suchen Bürgerinnen und Bürger, die die Flüchtlinge in ihrem Alltag unterstützen. Es haben sich bereits über 300 Bürgerinnen und Bürger bei der Stadt gemeldet, die sich ehrenamtlich engagieren möchten. Wir sind begeistert von dieser großen Hilfsbereitschaft, und auch Oberbürgermeister Wolfram Leibe und Bürgermeisterin sagen der Bevölkerung "Danke" dafür.

Wer sich um eine Familie oder eine Einzelperson kümmern möchte, ihr bei Arzt- oder Behördenbesuchen helfen, die Stadt zeigen und den deutschen Alltag erklären möchte, kann Flüchtlingsbegleiter werden. Hierzu wenden sich alle Interessierten an die Ehrenamtsagentur, Telefon: 9120702, E-Mail: kontakt(at)ehrenamtsagentur-trier.de.

Die Ehrenamtsagentur sammelt auf ihrer Internetseite zudem Angebote von Institutionen, die Helfer benötigen. In der Rubrik „Engagementangebote“ findet sich eine Angebotsdatenbank, in der man sich gezielt die Angebote im Handlungsfeld „Einwanderung & Asyl“ anzeigen lassen kann.

Die Strukturen der Ehrenamtsarbeit sind im Artikel Gut vorbereitet ins Ehrenamt, der am 6. Oktober 2015 in der Rathaus Zeitung erschien, zusammengefasst.

Wo kann man in Trier Sachspenden abgeben?

Die Stadt selbst hat keine Möglichkeiten, Sachspenden anzunehmen. Es gibt jedoch zahlreiche Institutionen in Trier, die Spenden annehmen. Bitte informieren Sie sich im Internet über die Öffnungszeiten und darüber, was gespendet werden kann.

  • Kleiderkammer in der Jägerkaserne, Eurener Straße 54, 54294 Trier, Telefon: 0151-46163968, Öffnungszeiten: montags, mittwochs und donnerstags: 9-12 Uhr; dienstags 13-16 Uhr
  • Umsonstladen Trier, Schönbornstr.7, 54295 Trier, Telefon: 0651-2006602, Öffnungszeiten: montags bis freitags 9.30-14 Uhr
  • Caritas Möbelbörse, Trierweilerweg 55, 54294 Trier, Telefon: 0651-8407921
  • AWO Möbelbörse gGmbH, Ottostr. 25, 54294 Trier, Telefon: 0651-80360
  • Trierer Nothilfe e. V., Thebäerstr. 24, 54292 Trier, Telefon: 0651-27755, Öffnungszeiten: montags bis freitags: 10-18 Uhr
  • Kleiderkammer Caritas, Kleiderkammer Trier, Petrusstraße 28, 54292 Trier, Telefon: 0651-2096218
    Öffnungszeiten: montags bis donnerstags: 8-12.30 Uhr und 13.30 bis 16 Uhr, freitags: 8-12.30 Uhr und 13.30-15 Uhr.

Wenn Sie Fragen bezüglich Spendemöglichkeiten für die Aufnahmeeinrichtung für Asylbegehrende (AfA) in der Dasbachstraße oder in der Luxemburgerstraße haben, wenden Sie sich bitte an die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) des Landes Rheinland-Pfalz. Ansprechpartner für ehrenamtliche Hilfe und Sachspenden ist Dr. Jörg Bruch.

Wie wird den Flüchtlingen geholfen? Wer koordiniert die Aufgaben?

Seit Januar 2015 arbeiten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadt Trier dezenatsübergreifend an dieser Thematik. Die Stadt Trier stellt in den kommenden Monaten sukzessive zusätzliches Personal ein, um die anstehenden Aufgaben (soziale Begleitung, Leistungsgewährung, Wohnraumbeschaffung, Betreuung etc.) bewältigen zu können. Im Amt für Soziales und Wohnen ist die Abteilung Asyl die zentrale Anlaufstelle für Asylbewerber.

Die Stadt Trier ist in einem intensiven Austausch mit wichtigen Partnern, wie der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD), den Wirtschaftskammern und den Wohlfahrtsverbänden, um größtmögliche Synergieeffekte zu schaffen.

Die Stadt Trier führte am 25. Juni 2015 eine Veranstaltung für Fachleute zur Flüchtlingsarbeit der Stadt Trier durch. Wichtige Themenfelder waren Wohnen, Bildung, Arbeit, Soziales und Gesundheit.

Am 1. August 2015 nahm die Koordinatorin für die Belange asylsuchender Menschen, Ruth Strauß, im Rathaus ihre Arbeit auf.

 
Verweisliste

Ansprechpartner

Institution: Amt für Soziales und Wohnen (Stadt Trier)

Telefon Wohnraum: 0651/718-3537 oder -2539
Kontaktformular Wohnraum

Telefon Koordination: 0651/718-3535
Kontaktformular Koordination

Thematische Website: www.fluechtlinge-in-trier.de

Ansprechpartner

Institution: Jobcenter Trier

Arbeitsvermittlung für anerkannte Asylbewerber

Frau Sandra Karl

Telefon: 0651/205-7201
E-Mail: sandra.karl(at)jobcenter-ge.de

Ansprechpartner

Institution: Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD)

Erstaufnahmeeinrichtungen in Trier:
Telefon:
0651/9494-0
E-Mail: poststelle(at)add.rlp.de

Ehrenamtskoordination Erstaufnahmeeinrichtungen:
Dr. Jörg Bruch
Telefon: 0651/9494-900
E-Mail: rlp-hilft(at)add.rlp.de