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Museen in Trier

Das Stadtmuseum befindet sich im rund 950 Jahre alten Simeonstift.
Das Stadtmuseum befindet sich im rund 950 Jahre alten Simeonstift.

Stadtmuseum Simeonstift
Das Trierer Stadtmuseum befindet sich im romanischen Simeonstift, direkt neben der Porta Nigra. In der Dauerausstellung sind Kunst- und Kulturschätze vom Mittelalter bis ins 21. Jahrhundert zu finden, deren Grundstock aus bedeutenden Schenkungen bekannter Trierer Bürger hervorging. Entsprechend vielfältig sind die Sammlungsbereiche, die sich in Gemälde, Skulpturen, Kunsthandwerk, koptische Textilien, Möbel und ostasiatische Kleinplastik gliedern. Die rund 900 Objekte sind auf 1000 m² Ausstellungsfläche zu sehen. Modelle, interaktive Bereiche und ein breites multimediales Angebot von rund 40 Medienpräsentationen in Form von Filmen, Bildfolgen und Hörstationen ergänzen den Besuch. Regelmäßig wechselnde Sonderausstellungen widmen sich Trierer Künstlern oder mit dieser Stadt verbundenen historischen und zeitgenössischen Themen.

Schatzkammer der Stadtbibliothek
Die Stadtbibliothek Trier hütet bibliophile Schätze von höchstem Wert und internationalem Rang: Der zum Weltdokumentenerbe zählende Egbert-Kodex, ein Hauptwerk der ottonischen Buchkunst aus dem 10. Jahrhundert, das Ada-Evangeliar mit seinem vergoldeten Deckel und die Trierer Gutenberg-Bibel, eines der frühesten gedruckten Bücher überhaupt aus der Mitte des 15. Jahrhunderts sind die bekanntesten Juwelen, die in der Dauerausstellung der Bibliothek gezeigt werden.

Museum am Dom
Im Schatten des Doms liegt das Bischöfliche Dom- und Diözesanmuseum Trier oder kurz: „Museum am Dom“. Seine Sammlung umfasst Zeugnisse aus über 1700 Jahren Christentum in der Region, dem früheren Erzbistum und jetzigen Bistum Trier, unter anderem Grabdenkmäler, Christus- und Marienbilder, liturgische Gewänder und Geräte. Besondere Prunkstücke des Museums sind restaurierte Deckenmalereien aus dem Jahre 330, die in zehnjähriger Arbeit aus über 30.000 einzelnen Fragmenten wieder zusammengesetzt wurden.

Karl-Marx-Haus
Das Geburtshaus von Karl Marx steht in der Trierer Brückenstraße. Auf insgesamt drei Geschossen informiert es über Leben und Wirken von Karl Marx und Friedrich Engels, die Geschichte der internationalen Arbeiterbewegung sowie die Hauptwerke „Manifest der Kommunistischen Partei“ und „Das Kapital“. Schautafeln, Originaldokumente, Broschüren und Briefe geben Einblick in die persönlichen Lebensumstände von Karl Marx und die historisch-politischen Verhältnisse. Das Museum gehört zur Friedrich-Ebert-Stiftung.

Rheinisches Landesmuseum
Auf 3500 Quadratmetern präsentiert das Rheinische Landesmuseum rund 4500 Exponate zur Geschichte der Region. Ein chronologischer Ausstellungsrundgang durch 18 Säle führt die Besucher von der Urgeschichte über die Zeit der Römer bis in die Neuzeit. Das Museum zeigt unter anderem weltbekannte Steindenkmäler aus der Römerzeit, antike Mosaiken, den größten Schatzfund römischer Goldmünzen, ein prachtvolles Diatretglas aus Piesport-Niederemmel und ein zeitübergreifendes Münzkabinett mit etwa 12.000 ausgestellten Münzen.

Spielzeug-Museum
Am Hauptmarkt liegt das Spielzeug-Museum, das von einem gemeinnützigen Verein betrieben wird. Es beherbergt auf 500 Quadratmetern mehr als 5000 Exponate aus über 100 Jahren: Blechspielzeug, Eisenbahnen, Zinnfiguren, Plüschtiere, Carrera-Bahnen – alles was Kindern einmal Freude bereitet hat, ist hier zusammengetragen. Das älteste Spielzeug ist ein phönizischer Spielwürfel aus Bronze. Eine Attraktion ist die so genannte „Altstadtsanierung“, eine Installation, in der Steifftiere – angetrieben durch Elektromotoren – ihr Dorf verschönern.

Verkehrsmuseum
Der Straßenbahnerverein Trier hat das Verkehrsmuseum 2005 aus der Taufe gehoben. Zu sehen gibt es alte Uniformen, Fahrpläne, Fahrscheinentwerter und sogar das Hufeisen eines Pferdes, welches damals die Straßenbahn zog. Eine Führung und Besichtigung ist nach Absprache möglich.

Die folgenden beiden Museen liegen in der näheren Umgebung Triers:

Freilichtmuseum Roscheider Hof
In Konz, von Trier aus acht Kilometer die Mosel aufwärts, liegt das „Volkskunde- und Freilichtmuseum der Großregion SaarLorLux“. In historischen Ausstellungsgebäuden wird anschaulich dargestellt, wie die Menschen der Region in früheren Tagen lebten: mit Weinbau, Krämerladen, Friseur, Zahnarzt und Edelsteinschleifer.

Besucherbergwerk Fell
Das Besucherbergwerk Barbara-Hoffnung - im Nossertal zwischen Fell und Thomm - besteht aus zwei übereinander liegenden typischen Dachschiefergruben (Bergwerken) aus der Jahrhundertwende. Der obere Stollen "Hoffnung" ist seit 1850 urkundlich belegt, der untere Stollen "Barbara" seit 1908. Die beiden Bergwerke sind durch einen 100 m langen Treppenschacht miteinander verbunden. In einer einstündigen Führung unter Tage erlebt man die abenteuerliche Geschichte und Technik des Schieferbergbaus.